Zur Anrechnung von Vermögen

BAB und BAFöG

Wenn Studierende aufgrund eines Datenabgleichs eine Anhörung vom Studentenwerk bzw. ihrem entsprechenden Amt für Ausbildungsförderung erhalten, weil sie womöglich Vermögen verschwiegen haben, kommt schnell Panik auf: Werde ich nun strafrechtlich verfolgt? Muss ich mein „BAföG“ zurückzahlen? Hier ist man geneigt, schnell und unüberlegt zu handeln. Dies kann jedoch schnell zum eigenen Schaden führen.

Dabei gibt es durchaus Fälle, in denen eine Rückforderung des „BAföG“ gar nicht gerechtfertigt ist. Gründe wie etwa ein Treuhandvertrag zwischen dem Auszubildenden und dem eigentlichen Vermögensinhaber können dagegen sprechen. Voraussetzung ist freilich, dass einem das inkriminierte Vermögen gar nicht gehört. Sollte jedenfalls ein Treuhandvertrag wirksam geschlossen worden sein, ist das BAföG nicht zurückzuzahlen.

Dies ist im Einzelfall genau zu prüfen. Bitte holen Sie sich Rat, bevor Sie dem Amt für Ausbildungsförderung oder gar der Staatsanwaltschaft etwas mitteilen.